St. Martini

Die Martinikirche in Braunschweig wurde im 12. Jahrhundert als Pfarrkirche des Weichbildes Altstadt
errichtet. Der genaue Baubeginn, als dessen Initiator Heinrich der Löwe gilt, wird zwischen den Jahren 1190 und 1195 datiert. St. Martini ist die einzige mittelalterliche doppeltürmige Kirche in Braunschweig mit vollendetem Westwerk. Ihr Bauplan sah in Anlehnung an den Dom zunächst eine romanische Pfeilerbasilika vor, von etwa 1250 bis 1400 wurde sie allerdings zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut.
Um 1400 erfolgte der Anbau des Chors und der Annenkapelle. Von der
romanischen Bauphase zeugt noch heute der Westbau mit Teilen einer romanischen Glockenstube sowie die beiden westlichen, beim Umbau versetzten Seitenschiffportale.
Der zwischen 1722 und 1725 aus Marmor und Alabaster geschaffene barocke Hochaltar von Anton Detlev Jenner ist vollständig erhalten und die Adlerglocke ist mit einem Gewicht von 5.000 kg die größte Glocke des Braunschweiger Landes.
1956 wurde die Martinikirche nach Zerstörungen während des zweiten Weltkrieges wieder geweiht und in den Jahren 1979 bis 1987 erfolgte die Restaurierung der Außenfassade. Die Nachbildungen der ebenfalls zerstörten spitzen Turmhelme für die zwei 60 m hohen Türme erhielt
die Kirche am 15. Oktober 1980.

