Jakob-Kemenate

Im Hof hinter der ehemaligen Jakobskirche befindet sich die Jakob-Kemenate. Das im 13. Jahrhundert entstandene Bauwerk ist Braunschweigs
ältestes weltliches Gebäude. An seiner Ostwand wurden Mauerfragmente aus dem 12. Jahrhundert nachgewiesen.
In Braunschweig waren Kemenaten typische beheizbare Steinkammern, sie dienten als Zufluchtsort vor Feuer und Überfall auf der einen und als Repräsentations-, Speicher- und Wohnbauten auf der anderen Seite. Die Jakob-Kemenate gehörte einst zu einem größeren Anwesen aus dem Mittelalter, der Jakobstraße 3. Dort befand sich seit 1765 die „herzogliche Leihhausanstalt“
dieerste „Bank" in Deutschland und Vorgängerin der heutigen Nord LB. Der große Luftangriff im Zweiten Weltkrieg hinterließ auch die Jakob-Kemenate nur als Ruine. 2006 wurde das Gebäude dann, mit teils originalen, teils modernen Elementen wieder aufgebaut. Die zwei Skulpturen vor der Jakob-Kemenate reflektieren dieses Aufeinandertreffen von alt und neu. Die einmalige Konstellation ist zugleich Baudenkmal, zeitgenössische Architektur und modernes Kunstwerk und dient als Kultur- und Begegnungsstätte.

